Mit Brief und Siegel
Als unsere freiwilligen Feuerwehren gegründet wurden, betraten sie in jeder Hinsicht Neuland. Alle standen sie vor den gleichen Problemen:
- wie organisieren wir uns?
- welche Ausbildung brauchen wir?
- welche Ausstattung?
- was ziehen wir zum Einsatz an?
- dürfen wir Uniformen tragen, um nach außen ein geschlossenes Bild abzugeben?
- werden wir von der Gemeinde und anderen Behörden akzeptiert, vielleicht sogar öffentlich respektiert?
- wie ist jeder Einzelne abgesichert?
- usw.
In "Mit Brief und Siegel" zeichnet Wolfgang Herrmann am Beispiel des Kreisfeuerwehrverbandes Saarlouis detailliert nach, welche Hürden die freiwilligen Feuerwehren dabei nehmen mussten, um zu dem zu werden, wie wir sie heute kennen. Ohne eine verbandsmäßige Struktur wäre das nie möglich gewesen, so dass mit der Zeit auch die Kommunen selbst froh waren, einen sie beratenden Verband an der Seite zu haben. Das Potential des Verbandes haben auch die Nationalsozialisten gleich erkannt und ihn sofort brutal zerschlagen - und auch das mit Brief und Siegel! …
In einem Exkurs blickt der Verfasser in die Nachkriegszeit zurück. Mit der Wiedergründung des Kreisfeuerwehrverbandes Saarlouis im Jahre 2004 schließt er seine Darstellung.
